Licht aus der Herzmitte

Gemälde von Max Prantl, das eine rote Pflanze mit hängenden Zweigen vor einem Hintergrund aus weißem Licht zeigt.

Max Prantl, Schriftsteller, Mystiker, spiritueller Neuerer und Künder eines neuen Zeitalters, findet nicht nur symbolhafte, sondern vielmehr auch klare Worte, um uns an den wahren Kern unserer menschlichen und darüber hinaus geistig-spirituellen Existenz heranzuführen. Was er sagt, schreibt und beschreibt, ist von essentieller Bedeutung. Mit seiner Schrift reißt er die Mauern rational-materiellen Denkens in all seiner Beschränktheit nieder und führt uns ins Licht, in die unfassbare Ewigkeit.

"Lebe frei von Angst und Verkrampfung, und du löschest jede Schuld, jede Verzerrung, jedes Karma wie in göttlich lichtem, freudigem Spiel", so die Botschaft des Autors. Die uns lähmende Angst gründet auf mangelndem Vertrauen zu Gott, in Max Prantls Worten "die Unendliche Liebe”. Diese zu erleben, ein Teil von Ihr zu sein, ist der bemerkenswerte Inhalt, der in Prantls Werk lebendig wird.

Sich selbst bezeichnet der Autor als “Geburtshelfer zu einer neuen Bewusstseinsstufe”. Als Mystiker ist er ein Erwachter, der die verschiedenen Welten bereist und schaut. Wir aber sind Schlafende, denen durch Prantls Worte der Weg zu einer geistigen Bewusstseinserweiterung erhellt wird, in der sich Dunkelheit zu Licht, Beschränktheit zu Freiheit, Ohnmacht zu Vertrauen wandelt.

ICH BIN.

Wer dies 'Ich bin' als ‚Namen Gottes' begreift, der kann seine besondere Sendung aus einer übernatürlichen Kraft dahin ausdrücken, dass er sagt: Ich bin diese Kraft, d.h. aus dem Gottesnamen JHVH ist diese Kraft in mir personifiziert. Wer an diesen Dinge freilich mit einem ‚wissenschaftlichen' Ich-Begriff herangeht, der kann das nicht verstehen. Der kann aber auch nicht verstehen, dass eine Pflanze ‚will', weil ihm der unbewusste Wille des Lebendigen unfassbar bleibt, weil er Geistiges nur als Funktion des irdischen Bewusstseins begreift.

Aber auch das muss inneres Erlebnis werden. Es ist unsagbar schwer, darüber einigermaßen verständlich zu reden. Und alles bleibt Gleichnis, es kann gar nicht anders sein. Denn hier geht es um Geistiges, der Geist aber ist frei, daher auch nicht dem Zwang der Logik unterworfen. So meint es auch Prantl, wenn er am Schluss seines Buches sagt: ‚Meine Worte sind ehrlich und können bis ins Letzte ernst genommen werden. Dafür setze ich meinen vollen irdischen und inneren Namen ein. Meine Worte sind aber weder Wahrheit, noch Irrtum, noch Lüge. Sie sind ein Weg zur Wahrheit'. So müsste jeder sprechen, der von dem Unsagbaren, dem innerlich Erlebten redet.

Eine Fülle von Fragen steigt auf aus dem Gesagten. Was ist Wille, was ist Geistseele, was Geistselbst? Das lese man in dem Buch. Denn dieses Buch ist kostbar. Man kann es nicht 'be'sprechen; man kann es nur sprechen lassen. Immer wieder. Bis man die Angst überwunden hat, die es bekämpft. Lest dieses Buch. Und ihr werdet wissen, dass ihr ‚Ewige Sonnen' seid und über diesem Wissen unendlich demütig werden und verstehen, dass einer nur aus unendlicher Liebe wirklich 'ICH BIN' sagen kann aus welcher Himmelskraft heraus immer er es sagt.

Einige Zitate

… Ich fordere von niemand Glauben und Anerkennung. Jeder soll in unendlicher Freiheit meine Worte ablehnen oder annehmen, durch nichts dazu verlockt oder bestimmt als durch die Erkenntnis, daß sie wahr sind. Diese meine Haltung entspricht meiner Erkenntnis: Ich habe mich vor nichts und niemand zu beweisen als vor mir selbst. Diese meine Haltung entspricht der Art, wie ich selbst meine Zuwendung zur Wahrheit, zur Unendlichen Liebe erlebte, durch nichts dazu verlockt als durch die reine Erkenntnis der Wahrheit. Diese meine Haltung entspricht der Bewußtseinsstufe der Menschen, an die ich mich wende. Die vorderste Front der Menschheit ist reif geworden zum selbständigen Erkennen der Wahrheit.

Die Wunder Christi waren und sind sinnvoll und notwendig. Die noch träumende Menschheit, die Christus als ihren Führer zu Gott wählte, wählt und wählen wird, ist noch nicht reif zum selbständigen Erkennen der Wahrheit. Sie kann und muß religiöse Beweise für die göttliche Kraft ihres Führers fordern, ehe sie sich zur Gefolgschaft entschließt.

Ich habe eine andere Aufgabe. Ich habe nicht Träumende zu führen, ich habe Träumende zu erwecken. Ich kann und will nicht Christus in seiner Weltwirksamkeit ersetzen oder gar verdrängen. Ich habe deshalb die irdische Wirksamkeit Christi auch nicht nachzuahmen. Ich habe sie zu ergänzen, entsprechend der jetzt erreichten Bewußtseinsstufe der vordersten geistigen Frontlinie der Menschheit …

… Ein ‘Erzengel’ ist ein göttliches Geistselbst, ein Engel, der eine besondere Aufgabe auf sich genommen hat und sie im Dienen erfüllen will, oder der nach seiner Auffassung einen ganz eigenen, abgesonderten Weg gehen und die Erfüllung seines Willens in der Herrschaft über andere finden will (Luzifer und seine Gleichgearteten, die späteren Teufel).

Der Erzengel des lichten, göttlichen Weges wird sich freiwillig irgendwo im Weltall verkörpern, er will ‘Fleisch werden’, um seine Geistseele nicht nur wie alle anderen lichten Wesen, die sich zur Verkörperung entschlossen haben, zur Einmaligkeit zu entwickeln. Er will durch diese Entwicklung auch alle seine Kräfte auf ein bestimmtes Ziel hin ausrichten, er will völlig eindeutig, ‘einseitig’ werden, um mit geballter Wucht seiner besonderen Aufgabe dienen zu können.

Er will aber dennoch alle Wesen, lichte und dunkle, denen er helfend zu dienen oder die er zu bekämpfen hat, bis ins Innerste verstehen können. Er erregt auch von Anfang an die besondere Aufmerksamkeit der schwarzen Mächte, die ihn durch Lockungen und Drohungen, durch Verblendung und durch Qualen aller Art um jeden Preis irrezumachen suchen. Aus diesen Gründen ist sein Entwicklungsweg ein langer und schwerer Weg. (Nietzsche, der auch wie viele andere zu dieser Reihe gehört, obwohl seine tiefen Erkenntnisse noch durch gefährliche Irrtümer beschattet werden, spricht diese Erfahrung so aus: ‘Wer einmal viel zu künden hat, schweigt viel in sich hinein. Wer einst als Blitz zu zünden hat, muß lange Wolke sein.’)

Auch die Erzengel des schwarzen Weges, die Herrschsüchtigen, verkörpern sich, da sie ja ihre Geistseele nach ihrer Auffassung zu ganz besonderer Einmaligkeit entwickeln wollen und da sie andere zu beherrschen suchen. Das ist in der Geistwelt nicht möglich, wo es keine Verblendung durch andere gibt. Da sie aber ihre endgültige Entscheidung für oder wider Gott auch erst als vollbewußte verkörperte Wesen treffen können (durch den vorläufigen Abfall von Gott trübt sich ihr Bewußtsein, da ihr in sich zerrissener widergöttliche und trotzdem im Wesen noch göttliche Wille ihre Geistseele verzerrt), so können sie von lichten Geistselbst auch zur Verkörperung gezwungen werden, wenn sie diesen Weg nicht freiwillig wählen (‘Sturz der Engel’). Denn es liegt zwar im Wesen des göttlichen Willens, der ja unendliche Freiheit ist, die Möglichkeit zu jeder Entscheidung. Aber nur eine eindeutige Entscheidung entspricht seinem Wesen.

Werden also die Geistselbst des schwarzen Weges zu dieser eindeutigen Entscheidung gezwungen (‘für’ oder ‘wider’ steht ihnen trotzdem noch völlig frei), so erleidet nicht ihr freier Wille diesen Zwang (er müßte ja seinem Wesen nach die eindeutige Entscheidung für oder wider Gott selbst wollen), sondern ihre führungslose verzerrte Geistseele …

… Meine Kräfte, meine Gedanken und Gefühle, die ich aussende, wirken wie die aller anderen Geistmächte auf das Unterbewußtsein der Menschen. Die meisten wehren sich, aus Angst vor neuen Erkenntnissen, diese Impulse in ihr Tagesbewußtsein dringen zu lassen. Erst bei ganz wenigen werden die Gedanken und Gefühle, die ich ihnen zusende, gleich oder nach einigen Tagen vollbewußt. Sie denken dann, es sei ihnen plötzlich etwas Neues ‘eingefallen’, woher wissen sie nicht. Oder sie glauben, in der ‘Phantasie’ mit mir zu sprechen und meinen, sie stellten sich meine Antworten bloß aus der Kenntnis meiner Persönlichkeit heraus vor. Ich sehe, daß ich das Tagesbewußtsein der Menschen für meine Ausstrahlung erst frei machen muß. Das kann wohl nur durch eine allgemein zugängliche Niederschrift dieser Briefe geschehen …

… Jeder ‘Starke’, der gegen Gott, gegen Das Leben lebt und sündigt, wird einmal schwach und wird dann unweigerlich eine Beute der teuflischen Mächte, die sich mit unterschiedsloser Gier auf alles Schwache stürzen, oder er sinkt in seine eigene teuflische Verderbtheit, in die selbstgewollte ewige Verdammnis. Aber dieser Ausgleich, diese ausgleichende Gerechtigkeit erfüllt sich zwar unweigerlich von selbst, jedoch erst auf lange Sicht und oft erst in der Geistwelt. Innerhalb des zeitlich begrenzten irdischen Lebens ist es anders. Solange der Schuldige stark ist, schonen und fördern sie ihn. (Mit seinen Verbrechen gegen andere und gegen seinen eigenen göttlichen Willen dient er ja ihrer teuflischen ‘Lust’, ihrer grausamen Schadenfreude.) Dafür stürzen sie sich gierig auf alles Schwache und mit besonderer satanischer Befriedigung auf alles an sich gutwillige Schwache, auf die Angsterfüllten und Verblendeten, auf das unreife, unwissende und deshalb wehrlose Leben, das die göttliche Hilfe aus sittlich schuldloser Verblendung von sich abhält. Die sittlich schuldlosen Schwachen und Verblendeten können zwar durch Qual und Verzweiflung, die aus ihrer Verblendung erwächst, zeitlich gesehen einen ungeheuren Schaden, eine Hemmung und zeitweilige Lähmung ihrer geistigen Entwicklung erleiden, nie aber kann dadurch ihre innerste Einstellung zum Göttlichen irgendwie beeinflußt werden. Diese ist allein Sache des freien Willens. Keine Lieblosigkeit, keine Grausamkeit, kein Betrug, kein noch so großes Unrecht, das einem Menschen von anderen widerfährt, kann seine etwaige Entscheidung gegen Gott auch nur im geringsten begünstigen. Je größer das ihm widerfahrene Unrecht ist, desto deutlicher könnte er, wenn er selbst will, die Scheußlichkeit jeder teuflischen Entartung erkennen und umso entschlossener das Licht suchen. Keiner geht gegen seinen eigenen freien Willen ewig verloren. Keiner wird durch andere oder mangels Hilfe von anderen zum Teufel. Diese Verblendung ist frei selbstgewollt und durch niemand zu heilen oder zu beeinflussen …