Nacht-Gewitter

Wetternacht, malmendes Weltgericht,
Grellen, Stürzen und Splittern,
jagendes, sengendes Jenseitslicht.
Mein Herz stirbt in Umweltgewittern.

Die Wolken qualmen am Bergfirst hin,
Nebelschwall mahlt durch die Helle,
gepeitschte Schatten vorüberfliehn,
verschlungen ins Feuergefälle.

Die Dunklen jaulen im Wipfelgewirr,
im Sturmstoß ächzt ihre Wiege.
Es starrt hinauf in die Abgrundsnacht
zertrümmerter Tempel Gefüge.

In die Wildnis reißt es mich selbst hinaus.
Da brodelts im Gierigfeuchten,
da züngeln die Nattern im Gotteshaus,
da brütets im Pestverseuchten.
Gellende Schreie am Bergeshang...
brechende Felsen... malmender Zwang...
Stürzende Engel verleuchten.

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