Sterne über den Menschen

Flieg her, du Funke aus dem Feuerschloß,
entbundnes Leuchten aus den Mutterbränden.
Du jagst ins Herz hinein ein splitterndes Geschoß
und gräbst die Sternenspur an schwarzen Schicksalswänden.

Strahl zuckt auf Strahl, irrend gewundne Bahn,
schießt auf zum Feuerkreis, ein König unter gleichen.
Doch schlägt er auch die hohe Wölbung an,
er kann die Mitte nie, dein Antlitz nie erreichen.

Es müht in Tiefen sich durch Nacht und Gram,
dem Lichte fern und fern den stolzen Sternen
ein knirschend Schreiten schwarzverhüllt und lahm,
ahnend die Höhe nur in seiner Sehnsucht Fernen.

Und doch, es steigt mit allen Erdenlasten
Den steilen Weg, die dunkle Straße auf.
Durch Wogen zieht das Schiff mit sturmgebeugten Masten
zum Mittagsberg in stummer Qual hinauf.

Was enge scheint, wird dich zur Höhe leiten,
die ihr Geheimnis über Wolken hält.
Die letzte Nacht trägt zu den Gipfelweiten,
vom Tod umdunkelt schon, vom Tod zu Licht zerspellt.

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