Tor zum Geheimnis

Brandrote Wogen fluten,
im Gold sie licht vergehn.
Fern steigt aus letzten Gluten
dein Stern ins Abendwehn.

Du neigst dich mir zu Häupten
und hast mich tief gestillt.
Im Feuersee der Leiber
ward Größeres erfüllt.

Wild sind die Lebenswecker,
Sturm ist der Schöpferhauch,
rein ist das helle Brausen,
ein Feuer ohne Rauch.

O Frau in meinen Armen,
du bargst nicht dein Erglühn,
und deine Seele wandert,
wo sehnend die Wolken ziehn.

Du bebst in der Wogen Tosen,
in der lodernden Stürme Zwang.
Doch meerblau ruhen die Tiefen,
lichtsilberner Harfenklang.

So sind, die das göttliche tragen.
Im Glühenden werden sie rein
und gehen ins letzte Geheimnis,
ins Unbegreifliche ein.

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