Die Nacht

Sie schwillt herauf und glimmert,
ein Fluten im wiegenden Schein.
Fernhin ihr Auge verschimmert,
rankend ein Lichtkreis flimmert,
mondseliger Edelstein.

Du steigende Nacht und ihr Träume,
webet die zeugende Ruh.
Deine dämmernd lastenden Räume,
deine schwelenden Feuersäume
hallen die Ahnung mir zu.

In Sehnsucht dunkelnd sich wiegen
Sterne, versunken in dich
und die Gedanken fliegen
um Tore und Nebelstiegen,
wo dein Grund ins Unendliche wich.

Blau-ewige Augen und meine
füllst du, wanderndes Meer.
Deine tausend Rosen und eine
sprengen die lohenden Schreine,
bluten zum Ufer her,

schwingen im Sterngezweige,
sinken ins Wandlungsfeld
und atmen zur Mittnachtneige
das Brausen der Gottheit zur Welt.

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